Der Bildungsstreik hat gezeigt, dass wir etwas bewegen können, wenn wir gemeinsam Druck aufbauen. Die desolaten Studien- und Arbeitsbedingungen, die durch die Umsetzung des sogenannten „Bologna-Prozess“ geschaffen wurden, sind endlich in die Öffentlichkeit gezerrt worden. Auch an der HU hat sich gezeigt, dass durch öffentlichen Druck von uns Studierenden Verbesserungen erstritten werden können: Funktionsstörungsatteste wurden abgeschafft, Anwesenheitslisten ausgesetzt und die Überarbeitung der BA/MA-Studiengänge in Aussicht gestellt.
Unsere Forderungen sind aber noch lange nicht erfüllt. Für den Weg zu einer sozial gerechten und demokratischen Hochschule braucht es kontinuierliches Engagement und einen langen Atem. Als „Bildungsstreik-Liste/Hochschulpolitik“ wollen wir den Bildungsprotesten und den Forderungen der Studierenden nach einem besseren Bildungssystem eine starke Stimme im Studierendenparlament und in der Studierendenvertretung (ReferentInnenrat) geben.
Die Bildungsstreik-Liste ist neu. Wir sind ein Zusammenschluss von unterschiedlichen Studierenden, die an der Humboldt-Universität hochschulpolitisch aktiv sind. Einzeln oder in anderen Zusammenhängen waren wir alle im letzten Jahr am Bildungsstreik beteiligt. Wir sind im Bildungsstreik-Bündnis der HU, in Fachschaften, Instituts-Initiativen, im Refrat und anderen Gremien aktiv. Im Studierendenparlament wollen wir dazu beitragen, die neu entstehende Bewegung für ein solidarisches und demokratisches Bildungssystem (sprich: den Bildungsstreik) zu stärken und auszubauen.
Wir beziehen uns dabei einerseits auf die bundesweiten Forderungen des Bildungsstreiks: Für tatsächliche Demokratie in Hochschule und Gesellschaft braucht es ein frei zugängliches, öffentlich ausfinanziertes und emanzipatorisch ausgerichtetes Bildungssystem.
Zur konkreten Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen an unserer Universität treten wir (unter anderem) ein für die:
- Abkehr vom Bachelor als Regelabschluss – freier Zugang zum Master für alle!
- Überarbeitung der Bachelor- und Master-Studienordnungen nach Kriterien der Studierbarkeit: Reduzierung des “workloads” und der Prüfungsleistungen, mehr Flexibilität und Wahlfreiheit im Studium!
- Abschaffung von Anwesenheitskontrollen und Zwangsberatungen!
- Demokratisierung der Hochschule: Einführung der Viertelparität in allen akademischen Gremien mit professoraler Mehrheit!
Deshalb am 19. und 20. Januar:



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